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Wenn es um industrielle Produktion geht, ist der Maschinenbau im 21. Jahrhundert zur zentralen Ingenieurdisziplin geworden und von überragender Bedeutung insbesondere für die Volkswirtschaft Deutschlands, wo der Maschinenbau der größte Industriezweig ist. Das Fundament der unterschiedlichen Arbeitsbereiche im modernen Maschinenbau ist die Anwendung allen gemeinsamer ingenieurwissenschaftlicher Methoden und Techniken. Dazu zählen insbesondere
Mit der Systematisierung und „Verwissenschaftlichung“ des modernen Maschinenbaus sind die einzelnen Branchenunterschiede inzwischen hinter die Gemeinsamkeiten zurückgetreten. Nicht das Objekt steht im Vordergrund, sondern der Prozess der Entwicklung von Produkten und Verfahren. Ingenieure arbeiten heute insbesondere bei der Entwicklung komplexer Produkte projektbezogen, d.h. es wird ein Team zusammengestellt, welches die Entwicklung bis zur Serie begleitet und dann „recycled“ wird. Für Maschinenbauingenieure bedeutet dies ein gegenüber früheren Zeiten stark verändertes Qualifikationsprofil. Neben die fachlichen Qualifikationsmerkmale treten Managementqualitäten, interdisziplinäre Übersicht und die Fähigkeit zur Präsentation.
Der Kern der Arbeit eines Maschinenbauingenieurs ist die Entwicklung von Produkten und Prozessen. Alle Anforderungen an ein ingenieurwissenschaftliches Studium sind so zu verstehen, dass sie die Voraussetzungen zu dieser Tätigkeit vermitteln und einüben. Dabei steht bei einem modernen Maschinenbaustudium der Prozess der Entwicklung und nicht das Produkt im Vordergrund, was – neben den analytischen Fähigkeiten und den Fachkenntnissen - auch ein wesentlicher Grund für die universelle Einsetzbarkeit von Ingenieuren und deren steigende Beliebtheit auch in fachfremden Branchen ist. Absolventen des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau erwerben insbesondere folgende Befähigungen:
Der „stärker anwendungsorientierte“ Bachelor-Studiengang Maschinenbau soll sowohl wissenschaftlich fundiert als auch anwendungsorientiert sein. Die Lehrinhalte sind darauf ausgelegt, Studierende in die Lage zu versetzen, auf der Basis eines sinnvoll breiten und in ausgewählten Teilgebieten vertieften fachlichen Wissens, einer breiten Methodenkenntnis und unter Berücksichtigung unterschiedlicher wissenschaftlicher Lehrmeinungen und berufspraktischer Orientierungen praxisbezogene Problemstellungen nach aktuellem Wissensstand lösen zu können.
Die Lehre wird von Lehrenden vertreten, die über ihre wissenschaftliche Qualifikation hinaus über einschlägige Erfahrungen in der berufspraktischen Anwendung wissenschaftlicher Kenntnisse und Methoden verfügen. Dabei zählen in erster Linie die im außeruniversitären Berufsfeld erworbenen Erfahrungen zur Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die berufliche Praxis, die ständige Erneuerung der Fachkompetenz durch wissenschaftliche Aktivitäten (F&E-Projekte, Gutachter tätigkeiten, Teilnahme an fachbezogener Weiterbildung, Patentaktivitäten etc.).
Für besonders qualifizierte Absolventinnen und Absolventen besteht die Möglichkeit, sich um ein Masterstudium zu bewerben. Aus diesem Grunde plant die FH Flensburg neben dem schon bestehenden CAME-Studiengang einen weiteren konsekutiven Masterstudiengang Systemtechnik (3 Semester) sowohl für die Absolventinnen und Absolventen aus dem Maschinenbau als auch aus dem Studiengang EES voraussichtlich zum WS 2009/10 einzuführen. Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, das Masterstudium an einer anderen Hochschule im In- oder Ausland zu studieren.